Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


Servus mitnander,
auf den ersten Blick schaut das da oben wie eine 50er-Jahre Geburtstagskarte aus. Aber da ist Unkraut drin. Also ist das kein Kitsch, sondern einfach nur zeitlos herzerwärmend. Deswegen: Lasst euren ganzen Filter- und Retuschekrempel weg! Bringt nix.                                     
Ohne Unkraut ist alles sinnlos:                                                        Peter Viebig

Antiwerbung vor Millionenpublikum
Der Wirtschaftsstandort Franken, genauer gesagt Herzogenaurach, hat einen empfindlichen Tiefschlag einstecken müssen. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit wurde während eines einzigen Fußballspiels gleich mehrfach demonstriert, was "bei uns" für ein "Glumb" produziert wird. Trikots, die nicht mal dezente Zupfer von französischen Schwachmaten aushalten, ein Ball, der wie ein billiger Luftballon platt macht, weil er mit einem Stollen in Berührung kommt... Wobei "bei uns" natürlich falsch ist. Hergestellt wurden die Trikots in der Türkei. Vielleicht ist das Malheur gar eine Folge der Armenien-Resolution.
Ein Unglück kommt selten allein
Letzte Woche habe ich hier den Brückeneinsturz bei Werneck (Landkreis Schweinfurt) erwähnt. Inzwischen kam heraus, dass die Neumarkter Baufirma Bögl und ihr Partner in der Vergangenheit schon durch ähnlich gelagerte Unglücke aufgefallen sind. Dass der jetzt doch nicht aufgestiegene 1. FC Nürnberg mit dem gleichen Bauunternehmen immer noch ein neues Stadion plant, scheint also den alten Spruch zu belegen: Der Club ist ein Depp. 
Schnappi geschnappt
Bekannt wurde die am Dechsendorfer Weiher bei Erlangen ihr Unwesen treibende Schnappschildkröte Suarez während der WM. Zwei Jahre später - während der EM - konnte sie endlich dingfest gemacht werden. Ob das nicht ungefährliche Tier irgendwas mit Fußball am Hut hat oder ob es sein Halter immer bei großen Sportevents aussetzt, um in Ruhe glotzen zu können? Man weiß es nicht. Möglicherweise hat es nach zweijährigem erfrolgreichen Abtauchens einfach die gegnerischen Angreifer unterschätzt und seine Deckung vernachlässigt. Wie die Spanier.
Ein Stummel und die Folgen
Zwischen Tiergarten und Tierschützern kracht es fast wöchentlich. Jetzt wurde vermeldet, ein Pinguin sei, nachdem er einen Zigarettenstummel gefressen hatte, an einer Nikotinvergiftung gestorben (die Meldung wurde natürlich sofort unhinterfragt "weitererzählt"). Das tierschützende Klickvieh ging reflexartig auf den Nürnberger Tiergarten los. Sogar der Rücktritt seines Direktors Dag Encke wurde gefordert. Encke ist nämlich Raucher und vielleicht war es sein Stummel. Dass die Meldung etwas asbach war (der Pinguin ist nämlich bereits seit sieben Jahren tot), interessierte zunächst keinen. Hinterher machten sich dann doch einige Kollegen (hier oder hier) darüber lustig. Auch in der hiesigen Medienlandschaft stürzt man sich halt genüsslich auf Fehler der anderen, ob Kollege oder Delfinschützer ist da egal.
Madonnen-Nothilfe
Wer macht denn sowas und warum? Aus der Kapelle des Caritas-Pirckheimer-Hauses in Nürnberg wurde dieser Tage die Madonna gestohlen. Über Facebook hat die katholische Einrichtung daraufhin ein Fahndungsfoto veröffentlicht. Das religiöse Leben muss aber trotzdem nicht zum Erliegen kommen. Die benachbarte Gemeinde St. Martha hat nämlich für Madonnenersatz gesorgt. Für die schon länger herumstehende Marienstatue hat die von einem verheerenden Brand heimgesuchte Gemeinde keine Verwendung, weil sie evangelisch-reformiert ist und die Reformierten es nicht so mit "Götzenbildern" haben.


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

NZ
Peter Viebig
Marienstraße 9
90402 Nürnberg
Deutschland


viebig@online.de