Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


Servus mitnander,
dereinst gab es in unseren Innenstädten meist Kopfsteinpflaster. Das Begleitgrün wächst da in den Fugen. Inzwischen wird vorwiegend vollversiegelt. Dafür müssen SÖR und andere kommunale Einrichtungen mit eigenen Pflanzungen für Ausgleich sorgen. Das kostet natürlich. Aber so was nehmen die meisten von uns gelassen hin. Diese Haltung hat uns im Glücksatlas sogar drei Plätze nach vorne gebracht.
Es grüßt Gustav Gans, äh:                                                            Peter Viebig

Der tiefe Fall eines Halbgotts
Er galt als Koryphäe in der Gefäßchirurgie, engagierte sich in der Kirche, bewohnte eine Villa am Bamberger Stephansberg, stand also in mehrerlei Hinsicht über uns unbedeutenden Talbewohnern. Jetzt wurde der "Halbgott in Weiß" zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Wegen Missbrauchs von Patientinnen und Mitarbeiterinnen. Obwohl der nicht bloß von den örtlichen Medien begleitete Prozess eineinhalb Jahre gedauert hat, gilt auch hier: Runter geht es meistens schneller.
Ein Geier mit Scheuklappen
Dass die Kriminalfälle NSU und Peggy zusammenhängen, hätte man jedem Drehbuchschreiber als unrealistisch um die Ohren gehauen. Eine Verbindung gab es allerdings schon vorher: Hier wie dort ermittelte der vom früheren Innenminister Beckstein als Superpolizist gepriesene Wolfgang Geier. Der lag beide Male dann vor allem superdaneben. Erst jetzt kommen weitere Details zu Tage, die den Scheuklappenermittlern seinerzeit offenbar unwichtig erschienen.  
Ups, die sind ja gar nicht harmlos!
Gerne werden die "Reichsbürger" in die Schublade "harmlose Spinner" verfrachtet, zumal ja auch der sanfte Sänger Xavier Naidoo der Bewegung anhängt. In Georgensgmünd wurde nun deutlich, dass solche Spinner zumindest keine Waffen besitzen sollten. "Spinner" Wolfgang P. (übrigens Fan von Kampfsport und Naidoo, der sich auch schon mal dabei filmen ließ, wie er sein "Staatsterritorium" verteidigte) tötete bei einer Razzia einen Polizisten. Trotzdem werden im Großraum Nürnberg weiter "Grundkurse" angeboten, um Leuten beizubringen, dass die Bundesrepublik eine GmbH ist und Polizisten im eigenen Reich nichts zu suchen haben.
Hetzer muss einsitzen
Ein weiteres Beispiel dafür, dass nicht alle Franken glücklich und zufrieden sind - vor allem nicht die, die sich auf Facebook tummeln - liefert ein Mann aus Iphofen. Der war mehrfach durch Hasskommentare aufgefallen. Unter anderem forderte er die Erschießung von Bundeskanzlerin Merkel. Vom Würzburger Landgericht wurde er im Berufungsverfahren zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Sage niemand, gegen Facebookhetze gäbe es keine Mittel.
Biersteuerparadies
Bei anderen Drogen ist die aus Franken stammende Beauftragte ziemlich hartleibig. Offenbar reicht es ihr schon, dass in Deutschland die Biersteuer vergleichsweise gering ist. Weitere Drogenförderung scheint da nicht nötig. Diesen Steuerunterschied machte sich ein in Hof vor Gericht stehendes Trio zunutze. Es importierte auswärtiges Bier nach Hof, zahlte dort die niedrigere Biersteuer und brachte das Bier nach England, wo die Steuer wesentlich höher gewesen wäre. Fast 30 Millionen Euro wurden so hinterzogen. Und wahrscheinlich schmeckt das Bier noch nicht mal.


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

NZ
Peter Viebig
Marienstraße 9
90402 Nürnberg
Deutschland


viebig@online.de