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Servus mitnander,
im staatlich geförderten Fernsehen, aber auch in anderen Medien, drängt sich leicht der Eindruck auf: Der Kunde mag es gerne blutig. Demzufolge werden auch die vor dem zentralen Nürnberger Verlagsgebäude eindrucksvoll rot blühenden Blutkirschen zum drölfzigsten Mal fotografisch abgefeiert. Hier gilt allerdings auch das Motto: Trotz widrigster Umstände haben wir unseren Sinn für Schönheit nicht verloren.. Dass ein paar Häuser weiter ebenfalls Kirschbäume blühen (bzw. blühten) und zwar unblutig, bleibt hingegen unerwähnt. Deswegen schaffe ich hier Abhilfe.   
Gut durch grüßt                                                                           Peter Viebig

Leerrohr verlegt -> Verkehr kollabiert
Nürnberg ist autofreundlich und deswegen mit Würzburg auch beim Feinstaub ganz oben. Gibt es jedoch auf den innerstädtischen Highways (vulgo: Ring) eine Störung, dann bricht selbst in der autogerechten Stadt alles zusammen. Am Montag sollte nur ein Leerrohr am Nürnberger Hauptbahnhof verlegt werden. Die Folge: Nicht bloß der Ring, auch alle Ausweichrouten waren ganztägig dicht. Da demnächst noch ganz andere Bauvorhaben anstehen, muss man dem Franken raten: Fahr lieber nach Fürth!
Frankens Grill-Metropole
Hugenottenstadt ist Erlangen schon länger. Medizintechnikstandort auch. Die Profilierung als Einhorn-City gelingt - auch aufgrund inflationär auftretender Deppen-Aprilscherze - nicht so richtig. Bleibt noch die Grill-Metropole. Grillen, das erdet den verkopften Akademiker und deshalb ist die Erlanger Stadtverwaltung in dieser Richtung bereits länger aktiv. Erst wurde ein teurer Hightech-Grill angeschafft. Nachdem der die Hugenottenstädter überfordert hat, versucht man es jetzt mit einfachen Grills aus Stahl.
Namensgeber für Straßen sind rar
Unser Land hat bedauernswerterweise mehr Straßen als integre Promis, nach denen man diese benennen könnte. Wenn es ein Eingeborener überhaupt schafft, in die Geschichte einzugehen, dann nimmt man es mit den Umständen nicht so genau. Nicht bloß in Nürnberg, auch in Wunsiedel. Die oberfränkische Kreisstadt leidet eh schon darunter, dass da Rudolf Heß begraben ist. Nun gibt es Ärger mit dem dort geborenen Karl Sand. Der wurde bekannt, weil er vor fast 200 Jahren den Schriftsteller August von Kotzebue erstochen hat. Jetzt streiten sich einheimische Historiker, ob man einen Mörder mit einem Straßennamen ehren darf.
Die Gier nach Aufmerksamkeit
Der Kampf um Aufmerksamkeit eskaliert. Kein Wunder bei der Schlagzahl, die bestimmte Führungspersönlichkeiten vorlegen. Da ist ein Sturz vom Fahrrad, noch dazu in Altdorf, gar nichts. Wenn frau aber eine Story von jungen Männern erfindet, die sie überfallen haben, dann jucken die Klickfinger. Dass die Übeltäter wortlos zuschlugen, aber in einer fremden Sprache gesprochen haben, sind dann die Ungereimtheiten, die der selber eher unaufmerksamen Branche gerne entgehen.
Kein Platz zum Pinkeln
Man kennt das vom Atommüll (wo übrigens das Fichtelgebirge immer noch als Endlager im Gespräch ist). Bei dem, was die menschliche Verdauung hinterlässt, gestaltet sich die Standortsuche aber nicht viel einfacher, trotz der ungleich geringeren Halbwertszeit. Mancher befürchtet gar, dass in Nürnberg aus Mangel an WC-Locations bald wieder das praktiziert werden muss, was erst im vorletzten Jahrhundert abgeschafft wurde: Scheißen und Brunzen auf offener Straße.

Wenn das Schild zum Bürger kommt
Der Begriff Schildbürgerstreich wird eigentlich auf den Ort Schilda zurückgeführt. Jetzt bekommt er eine neue Bedeutung. In Röthlein (Landkreis Schweinfurt) wurde einer Familie nämlich ein übler Bürgerstreich mit einem Schild gespielt. Das wurde von der Gemeinde genau vor der Doppelgarage platziert. Da hätte die Familie wohl ein Einfahrt-freihalten-Schild anzubringen müssen.


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Peter Viebig
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