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Servus mitnander,
auch Sozialdemokraten wollen hip und modern rüberkommen. In Nürnberg versuchen sie daher, Streetart zu fördern und am liebsten Banksy zum Sprayen zu animieren. Der soll sich aber bitteschön erstmal mit an den Runden Tisch setzen. Dazu passt das SPD-regierte Plärrerhochhaus. Da hat es zwar nicht ganz zu Christo gereicht. Aber immerhin hat diese, wahrscheinlich an runden Bauplaner-Tischen ausbaldowerte Streetart jemanden animiert, mal schnell an der roten Ampel draufzuhalten:
nämlich euren                            
                                              Peter Viebig
Franken forscht
Bei der letzten bedeutsamen Erfindung aus Franken sind gerade die Patente ausgelaufen. Höchste Zeit für Neues. Hat sich wohl auch Horst Seehofer gedacht und den Nürnberger Bedenkenträgern eine Uni vor den Latz geknallt. Bedenken bleiben trotzdem, denn Forschung - gerade in Franken - kann mitunter lebensgefährlich sein. In Eltmann ging bei Schaeffler ein Experiment richtig schief. Die Folge: 23 Verletzte.
Es geht auch ohne Crowd
Billig zum gewünschten Stadionnamen kamen die Fans des 1. FC Nürnberg. Bei der Crowdfundingaktion für die Benennung des meist nurmehr spärlich besetzten Stadions wurde das Ziel zwar weit verfehlt. Die verantwortliche Bank legte aber die fehlenden knapp 500.000 Euro drauf. Zufrieden ist bei den Fans dennoch kaum einer. Die einen sahen die eigentlich gegen den Kommerz gerichtete Benennung nach Max Morlock schon durch die Kommerzaktion der Bank konterkariert. Die anderen, die brav gezahlt haben, beschleicht nun das Gefühl, die Bank hätte auch noch mehr aufgestockt.
Der Zeit voraus
Die unterfränkische Gemeinde Dettelbach erreichte hier schon einmal traurige Berühmtheit: als erste Kommune, die an Ransomware-Gangster Lösegeld zahlte. Inzwischen hat es noch ganz andere erwischt: britische Krankenhäuser, spanische Telekommunikations-Unternehmen, französische Autobauer oder den Nürnberger Hauptbahnhof.  Zudem wird das, was damals noch verachtenswürdig war, auf einmal sogar von der NATO empfohlen. Bleibt festzuhalten, dass die Dettelbacher entweder cleverer sind als die Restwelt, oder aber, dass unser Verteidigungsbündnis nicht alle Schrauben am Panzer hat.
Mauern gehören weg
Mag sein, dass Nürnberg langweilig ist, aber die Touris kommen gerne in die angeblich schönste Stadt Deutschlands. Das liegt auch an der heimeligen, alten Stadtmauer. Jetzt haben Kulturschaffende einen Zusammenhang zwischen Mauer und Langeweile hergestellt und den Abriss der Mauer gefordert.  Der Aufschrei war groß (sogar der Bürgermeister sah sich zu einem Machtwort veranlasst). Dabei haben die Mauerstürmer doch nur etwas Werbung für einen Vortrag betreiben wollen.
Militante Schlappen
Auch Freunden modernerer Klänge werden inzwischen die Vorzüge Frankens vermittelt. Vom rollenden R übers Bier bis zu Dirk Nowitzki ist alles dabei. Halt: Der Schlappentag fehlt noch. Das dürfte sich aber ändern, wenn das alljährlich am 12. Juni in Hof begangene Ereignis als Kulturerbe geadelt wird. Wobei beim Schlappentag eigentlich die Totalbewaffnung der Hofer Bevölkerung gefeiert wird. Da könnte man als Pazifist schon ein paar Bedenken hervorzaubern.

Das Prekariat muss leider trocken bleiben
Auch unschöne Ereignisse wie die Absage der Bamberger Sandkerwa können dem Erkenntnisgewinn dienen. So begründete der Fraktionschef der Bamberger CSU seine geringe Bereitschaft zur Kärwarettung jetzt mit den Worten: "Die Sandkerwa ist eine Belustigung für das Prekariat. Niedere Schichten kommen zusammen, um sich zu besaufen." Alkohol soll nach dem Willen der bayerischen Volkspartei offenbar nur noch für Betuchte zugänglich sein. Die andern haben nüchtern zu bleiben.


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NZ
Peter Viebig
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